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Tiere im Aquarium – Bedürfnisse von Fischen

Tiere im Aquarium – Bedürfnisse von Fischen

Im letzten Artikel haben wir darüber gesprochen, wie viele Tiere in einem Aquarium Platz finden. Dieses Mal unterhalten wir uns genauer über Fische. Jede Art hat ihre ganz eigenen Ansprüche. Deshalb wird dies ein Leitfaden, um die richtigen Voraussetzungen für die eigenen Lieblinge in Erfahrung zu bringen.

Schwarm, Gruppe, Harem oder Einzelgänger?

Verschiedene Fischarten kommen in der Natur in unterschiedlichen Anzahlen vor. Es ist besonders wichtig, diesem Bedürfnis gerecht zu werden, da die Tiere sonst deutlich leiden. Für mich persönlich ist dies der wichtigste Punkt bei der Recherche über einen zukünftigen Besatz. Wer eine Tierart nicht in der richtigen Konstellation hält, riskiert starke Verluste. Das schadet nicht nur den Tieren, sondern ist auch sehr frustrierend.

Schwarmfische

Diese Tiere bevorzugen eine Gruppe von zehn (besser zwölf) oder mehr Tieren. Ein bekanntes Beispiel ist der beliebte rote Neon In der Natur raufen sich diese Tiere bei Gefahr zusammen. Das ist auch in unserem Aquarium wichtig, denn Stresssituationen wie Wasserwechsel, eine laute Umgebung oder viel Bewegung vor dem Aquarium machen diesen Tieren Angst. In einem ausreichend großen Schwarm fühlen sie sich allerdings sicher.

Gruppentiere

Einige Fische bevorzugen eine kleine Gruppe von fünf oder mehr Tieren. Ein Beispiel hierfür sind Ohrgitterharnischwelse. Diese Tiere verbringen gerne viel Zeit innerhalb der Gruppe und sind selten alleine anzutreffen. Die ideale Größe einer Gruppe unterscheidet sich hier von Art zu Art. Meiner Meinung nach ist es außerdem wichtig, die Gruppengröße an das Aquarium anzupassen. Fünf Ohrgitterharnischwelse sind beispielsweise in einem 60 Liter Becken in Ordnung. Bei 300 Liter sollten es dagegen eher zehn sein.

Haremshaltung

Viele Barscharten, aber auch andere Tiere, bevorzugen die Haltung in einem Harem. Hierbei kommt in der Regel ein Männchen auf mehrere Weibchen. Dadurch kann sich der Fortpflanzungstrieb des Männchens auf mehrere Partner verteilen, da ansonsten die Weibchen zu Tode gestresst werden können. Hierbei ist es nicht nur eine Frage des Wohlbefindens der Tiere, sondern wirklich ein lebenswichtiger Faktor.

Paarhaltung

Einige Tiere bevorzugen eine Paarhaltung. Der südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsch ist ein sehr bekanntes Beispiel hierfür. In der Regel bekriegen sich diese Fische innerhalb des selben Geschlechtes, benötigen aber einen Partner für ein gutes Leben. Deshalb ist es hier besonders wichtig, auf die entsprechende Geschlechterverteilung zu achten.

 

Einzelhaltung

Der Betta Splendens, besser bekannt als siamesischer Kampffisch, ist wohl der bekannteste Einzelgänger. Allerdings gibt es noch weitere Arten. Diese Fische bevorzugen und benötigen vollständige Ruhe von anderen Artgenossen, da sie ansonsten dazu tendieren, sich gegenseitig anzugreifen.

 

Fische und Wasserwerte gehören zusammen!

Atamari [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Unsere Welt ist riesig und vielseitig. Der Unterschied zwischen der Arktis und der Sahara könnte nicht größer sein. Aber auch unter Wasser existieren verschiedenste Lebensräume. Während der Malawi-See durch hartes Wasser und hohen PH-Wert auffällt, ist der Amazonas in aller Regel das genaue Gegenteil. Für die richtige Fischhaltung sind dabei vor allem vier Parameter wichtig:

Der PH-Wert ist der Säuregehalt des Wassers.  Er ist besonders wichtig für unsere Fische, denn ein zu niedriger oder zu hoher PH-Wert kann das Schuppenkleid, die Kiemen und vieles mehr angreifen.
Die Wasserhärte ist für viele Fische sehr wichtig. Gerade südamerikanische Arten leiden deutlich unter hartem Aquarienwasser. Sie wird in durch zwei Werte angegeben: Die Gesamthärte und die Karbonathärte.
Verschiedene Arten bevorzugen unterschiedliche Wassertemperaturen. Einige Tiere leben gut bei 20 – 24 °C, andere benötigen dagegen bis zu 27 °C. Die optimalen Bedingungen sind für jede Fischart unterschiedlich.

doch wie finden wir die geeigneten Wasserwerte für unsere Fische im Aquarium heraus? Das ist eigentlich ganz einfach. Das Internet bietet unzählige Datenbanken, die Aufschluss über gute Haltungsbedingungen geben. Allerdings sind diese sich nicht immer einig. Das ist ein Problem. Mein eigenes Vorgehen ist dabei einfach und ich rate es jedem der im Aquarium Fische halten möchte. Ich überprüfe meinen Wunschfisch in den folgenden drei Datenbanken:

http://www.aquarium-guide.de

http://www.zierfischverzeichnis.de

http://www.my-fish.org

Das Ergebnis dieser Recherche sind bis zu drei verschiedene Haltungsbedingungen für den selben Zierfisch. Davon wähle ich persönlich das Ergebnis, welches am wenigsten zu meinen Gegebenheiten passt. Dann bin ich auf der sicheren Seite.

WICHTIG: Diese Datenbanken sind nur grobe Richtwerte. Gerade bei der Beckengröße sind hier häufig falsche Werte hinterlegt. Ich habe einen eigenen Artikel verfasst, der euch zeigt, wie groß euer Aquarium für einen Fisch sein sollte. Bitte lest diesen Aufmerksam durch und haltet euch bestmöglich daran. Eure Tiere werden es euch danken!

Das richtige Licht für Fische im Aquarium

Nicht nur Pflanzen haben spezielle Anforderungen an das Licht. Auch Tiere mögen verschiedene Beleuchtungsstärken. Viele haben ein Problem mit einer übermäßigen Beleuchtung von 0,5 Watt pro Liter (30 Lumen pro Liter) und mehr. Deshalb ist es gerade für Aquascaper wichtig, ausreichend Unterschlupf und Schattenplätze zu bieten. Entgegen der Meinungen vieler Foristen, können Fische und andere Tiere im Aquarium bei starker Beleuchtung artgerecht leben. Sie sind nur auf ausreichend Schatten angewiesen. Das kann beispielsweise durch Farne, eine lockere Hintergrundbepflanzung oder Schwimmpflanzen geboten werden.

Eine gute Beckeneinrichtung für deine Haustiere

Bei der Gestaltung unseres Aquariums sind für die Fische drei Aspekte besonders wichtig. Über ausreichend Schattenplätze bei starker Beleuchtung haben wir schon gesprochen. Aber das ist noch nicht alles.

Viele Tiere profitieren deutlich von einem dunklen Bodengrund. Sie sind dadurch lebensfroher und auch farbenprächtiger. Das ist allerdings kein muss, sondern eher eine nette Geste gegenüber den Tieren. Ich persönlich verwende in meinem Aquarium selbst hellen Sand. Deutlich wichtiger ist eine abgerundete Körnung des Bodengrundes. Scharfkantiger Kies kann bei vielen Tieren zu nachhaltigen Verletzungen führen.

Ebenso sind Steine mit sehr kleinen Löchern zu vermeiden. Fische und andere Tiere bleiben hier gerne Stecken und verenden im schlimmsten Fall. Erhebliche Verletzungen sind die mindeste Folge.

Die richtige Beckengröße

So sollte dein Becken NICHT aussehen! Bildquelle: von cs:ŠJů (Eigenes Werk) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Ein sehr wichtiger Faktor ist die Wahl der richtigen Aquariengröße zu den passenden Fischen. Auch die richtige Menge an Tieren in einem gegebenen Becken ist sehr wichtig. Ich habe darüber einen eigenen Artikel in meinem Blog. Deshalb gehe ich an dieser Stelle nicht erneut darauf ein. Bitte schaut euch den entsprechenden Beitrag ausführlich an.

Du bist, was du isst – Fischfutter

Viele denken, ein einfaches Flockenfutter decke alle Bedürfnisse ab. Schaue ich mir allerdings meine Funkensalmler und die vieler anderer Aquarianer an, muss ich dem widersprechen. Ein guter Mix aus den richtigen Futtersorten für die eigenen Fische ist sehr wichtig. Außerdem gibt es Futterspezialisten. So ist der Zwerg Kofferfisch beispielsweise auf Schnecken (oder zumindest deren Häuser) angewiesen, um seine Zähne abzuschleifen. Auf die Fütterung von Aquarientieren gehen wir aber in einem späteren Beitrag detaillierter ein.

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