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So wachsen Wasserpflanzen – Grundlagen der Düngung

So wachsen Wasserpflanzen – Grundlagen der Düngung

Aquarien sind eine schöne Dekoration für Wohnräume. Neben der bunten Fische trägt dazu eine vielfältige Bepflanzung bei. Jede Pflanzengattung stellt allerdings gewisse Ansprüche an ihre Halter. Dieser Artikel geht im Detail auf die richtige Düngung ein und ich erkläre euch, wie Aquarienpflanzen richtig wachsen. Aquarium Dünger ist ein einfaches Thema, wenn einige Grundprinzipien verstanden werden.

Die Grundlagen der Düngung

Die richtige Düngung von Aquarienpflanzen ist ein sehr komplexes Thema. Weiter unten werdet ihr herausfinden, dass Aquarianer es jedoch leicht in den Griff bekommen. Wasserpflanzen profitieren in ihrem Wachstum von vier Nährstoffarten: Makronährstoffe, Mikronährstoffe, Kohlenstoffdioxid und Licht. Die nachfolgenden Abschnitte erleutern diese Teilbereiche im Detail. Diese Texte richten sich an Interessierte leser. Die reine Optimierung der Düngung kann mit den weiter unten zu findenden Düngekonzepten erreicht werden.

Makronährstoffe im Aquarium Dünger

Mikronährstoffe sind jene Bestandteile unserer Dünger, die von Aquarienpflanzen in hohen Mengen verbraucht werden. Diese Auflistung gibt einen kurzen Überblick über die Makronährstoffe und beschreibt, wie diese ins Becken gelangen können. Acht Stoffe gehören zu dieser Kategorie:

  • Stickstoff (N) ist ein Hauptbestandteil der Pflanzenstruktur. Er kommt bei schwacher Bepflanzung und starkbem Besatz über Ausscheidungen und Futterreste ins Wasser und liegt im Aquarium in Form von Ammonium, Ammoniak, Nitrit und Nitrat vor. Eine starke Bepflanzung verbraucht in der Regel mehr Stickstoff als hinzugefügt wird. In diesem Fall kann mit einem NPK-Dünger oder einem Stickstoffdünger nachgeholfen werden. Auf diese Weise wird versucht einen Nitratwert von ungefähr 10 – 25 mg/l aufrecht zu erhalten. Bei höheren Werten kann im Aquarium Dünger gefährlich für die Fische werden.
  • Kohlenstoff (C) wird hauptsächlich durch die CO2-Düngung ins Becken gebracht. Aquarienbewohner verbrauchen zudem Sauerstoff und wandeln diese, ähnlich wie Menschen, in Kohlenstoffdioxid um.
  • Als nächstes benötigen Wasserpflanzen Phosphor (P), welcher in Aquarien in Form von Phosphat (PO4) auftritt. Ähnlich wie Stickstoff entsteht auch Phosphat durch Ausscheidungen und Futterreste. Niedrige Werte führen zu Mangelerscheinungen der Pflanzen und werden mittels NPK- oder Phosphat-Dünger vermieden. Dabei werden Werte von 0,1 – 0,6 mg/l angestrebt. Höhere Werte wirken sich auf Tiere im Aquarium gefährlich aus.
  • Kalium (K) zählt neben Stickstoff und Phosphor zu den sogenannten Kernnährstoffen. Separate Kaliumdünger sind selten. Stattdessen ist es ein Bestandteil der Eisenvolldünger und NPK-Dünger.
  • Normales Leitungswasser beinhaltet in der Regel ausreichend große Mengen an Calcium (Ca), weshalb dieser Stoff nicht zugedüngt wird. Calciummangel tritt bei Wasserpflanzen äußerst selten auf. Im Zweifelsfall hilf Calciumsulfat aus der Apotheke weiter.
  • Magnesium (Mg) ist in den meisten Eisenvolldüngern enthalten und das in ausreichender Menge. Eine zusätzliche Düngung kann durch Magnesiumsulfat (Baumarkt oder Apotheke) stattfinden.
  • Pflanzen verbrauchen Sauerstoff (O) hauptsächlich während der Nacht, also wenn die Beleuchtung abgeschalten ist. Eine ausreichende Versorgung wird durch den Filter und die Pflanzen selbst sichergestellt.
  • Schwefel (S) ist der letzte Makronährstoff. Er trägt beispielsweise zur Fotosynthese bei. Die meisten Eisenvolldünger beinhalten Schwefel, da anderweitige Quellen in der Regel nicht ausreichend sind.

Aquarium Dünger – Mikronährstoffe

Wasserpflanzen verbrauchen Mikronährstoffe in geringerem Umfang gegenüber den Markonährstoffen. Dennoch sind sie für ein gesunden Pflanzenwachstum unerlässlich, ein Mangel sorgt schnell für sichtbare Probleme. Die nachfolgende Liste zeigt die unterschiedlichen Arten der Mikronährstoffe auf. Für diese Elemente benötigt ein Aquarium Dünger. Ein guter Eisenvolldünger übernimmt diese Aufgabe bestens.

  • Eisen (Fe) benötigen Pflanzen zur Herstellung von Chlorophyll (auch Blattgrün genannt). Es ist dementsprechend einer der wichtigsten Stoffe.
  • Viele Prozesse innerhalb einer Pflanze benötigen Mangan (Mn), weshalb eine ausreichende Versorgung wichtig ist. Das ist unter anderem in seinem leichten Wechsel zwischen Zwei- und Dreiwertigkeit begründet.
  • Zink (Zn) kommt in vielen Enzymen vor, welche einen essentiellen Anteil an wichtigen Stoffwechselprozessen besitzen. So ist die Proteinbildung in Wasserpflanzen maßgeblich von diesem Spurenelement abhängig, weshalb im Aquarium Dünger zinkhaltig sein sollten.
  • Das Spurenelemt Kupfer (Cu) ist ein zweischneidiges Schwert. Neben Mn und Zn ist es ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme aber zeigtgleich für einige Tiere schädlich. Beispielsweise leiden Garnelen beträchtlich unter diesem Spurenelement, weshalb einige Eisenvolldünger nicht in Garnelenbecken eingesetzt werden sollen.
  • Bor (B) stabilisiert die Zellwände und ist dementsprechend unerlässlich für einen guten Dünger im Aquarium. Außerdem ist es maßgeblich am Nährstofftransport (hauptsächlich Zucker) beteiligt.
  • Der Nährstoff Molybdän (Mo) ist hauptsächlich ander Verwertung von Stickstoff beteiligt. Er hilft bei der Wandlung von Nitrat zu Pflanzeninternen Aminosäuren und ist in den meisten Eisenvolldüngern in ausreichender Menge zu finden.

 

Das liebigsche Minimumgesetz

Das liebigsche Minimalgesetz
By DooFi (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Bei der richtigen Düngung von Aquarienpflanzen ist die Versorgung mit allen Nährstoffen sehr wichtig. Nur so können sie richtig gut wachsen. Fehlen dagegen einige Grundlagen für gesundes Wachstum, kommt es schnell zu Mangelerscheinungen oder Algen. Letztere kompensieren lediglich das im Becken bestehende Ungleichgewicht.

Dieses Gesetz besagt, dass Pflanzen entsprechend der Verfügbarkeit der knappsten Ressource wachsen. Aber was genau heißt das für uns in der Aquaristik? Das ist eigentlich sehr einfach: Es ist ganz egal, wie viele Nährstoffe wir von welcher Art ins Becken bringen, solange nicht die passende Menge der übrigen vorliegt. Wenn wir beispielsweise sehr wenig Stickstoff im Aquarium haben, werden die Pflanzen selbst mit starker Beleuchtung und hohen CO2-Werten nur spärlich wachsen. Und außerdem steigt das Risiko für Algen.

Weiter oben habe ich aufgezeigt, dass es sehr viele unterschiedliche Nährstoffe gibt. Deshalb ist es wichtig, dass wir ein durchdachtes Konzept verwenden. Dadurch vermeiden wir entweder jedweden Engpass (Estimative Index, später mehr) oder kontrollieren diese (PPS Pro, später mehr). Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht ins Detail gehen. Für mich persönlich ist das nur ein gutes Prinzip, das mir immer wieder hilft.

By Lennart Jöhnk (http://www.aqua-rebell.com) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Weitere Nährstoffe in Düngern

Die oben genannten Nahrstoffe sind die wichtigsten. Einige Weitere Stoffe, so zum Beispiel Nickel (Ni) & Cobalt (Co), sind relativ unbedeutend für Aquarienpflanzen und liegen ohnehin in ausreichender Menge vor. Der Hersteller Aqua Rebell gibt viele nützliche Informationen zu den Mirko- und Makronährstoffen auf seiner Seite. Das Unternehmen versucht natürlich seine eigenen Produkte an den Mann zu bringen. Ehe du etwas kaufst, ließ dir bitte die Düngekonzepte weiter unten durch. Dort stelle ich gute Produkte vor.

Der wichtigste Aquarium Dünger – Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoff ist ein essentieller Bestandteil allen Lebens. Das gilt auch für Aquarienpflanzen. Deshalb ist CO2 eines der wichtigsten Düngemittel in der Aquaristik. Licht sorgt für eine starke Verarbeitung von Kohlendioxid durch die Pflanzen, weshalb in vielen Fällen eine Zufuhr erforderlich ist. Fische produzieren durch ihre Atmung zwar CO2, in der Regel reicht dies jedoch nicht aus. Die Optimale Konzentration in Aquarien beläuft sich auf ungefähr 20 – 30 mg/l. Prinzipiell stehen zwei Arten der CO2-Düngung zur Verfügung: Druckgas- und Bio CO2. In meinem ausführlichen Artikel zum Thema CO2 könnt ihr mehr dazu lesen.

Druckgas ist einfach in der Handhabung

Diese Variante ist unkompliziert und wartungsarm. Dabei wir eine die Düngung im Aquarium durch eine Gasflasche realisiert. Ein steuerbares Ventil sorgt dafür, dass eine gezielte Menge an CO2 ins Wasser gelangt. Diese wird in Blasen/Minute gemessen, was sowohl für diese CO2 Düngung, als auch für die Bio CO2 Düngung gilt.

Die günstige Alternative: Bio CO2

Kohlenstoffdioxid kann durch die Gährung von Hefe und Zucker verwendet werden. Alkohol entsteht und CO2 wird freigesetzt, welches im Aquarium Dünger darstellt. Bio CO2 Anlagen können fertig gekauft oder günstig selbst gemacht werden. Diese Variante bietet eine weniger zuverlässige Versorgung, als die Druckgasmethodik, ist aber deutlich günstiger in der Anschaffung. Die kontinuierliche Versorgung ist bei selbst hergestellten Lösungen zudem äußerst günstig.

Essenzielle Energie durch richtige Beleuchtung

Aquascaping Licht
By Moritz Holzinger (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Licht ist der wichtigste Energieträger für Aquarienpflanzen und deshalb bei der Düngung von Aquarien unerlässlich. Ohne eine ausreichend dimensionierte Beleuchtung kommt es zu keinem Pflanzenwachstum. Je nach Pflanze werden unterschiedlich hohe Ansprüche an die Beleuchtung gestellt.

Eine sehr schwache Beleuchtung führt zu mangelndem Pflanzenwachstum, übermäßige Lichtzufuhr sorgt dagegen für Unwohlsein bei vielen Zierfischen. Die meisten Aquarienpflanzen kommen mit einer mittleren Beleuchtung sehr gut aus, weshalb ich dies dem normalen Einsteiger empfehle. Wichtig: Viele Pflanzen entfalten ihre volle Schönheit erst bei starker Beleuchtung. Unter diesen Umständen wachsen sie wesentlich buschiger und bilden eine größere Zahl an Blättern aus.

Zwei Arten der Beleuchtung werden unterschieden:

Klassische Leuchtmittel

Die Klassiker der Beleuchtung stellen wohl T5 und T8 Röhren dar. Sie sind altbekannt und werden in den meisten Aquarien verwendet. Die Beleuchtungsstärke wird in drei Kategorien aufgeteilt, wie die folgende Tabelle verdeutlicht:

StärkeWatt / LiterWatt auf 100 Liter
Schwache Beleuchtung0,0 – 0,50 – 50
Mittlere Beleuchtung0,5 – 1,050 – 100
Starke Beleuchtung1,0+100 und mehr

Die hier genannten Werte gelten für den Einsatz in Verbindung mit Reflektoren. Sind keine Reflektoren verbaut, müssen von der Leistung der Leuchtmittel ungefähr 20 – 25 Prozent abgezogen werden. Bei Komplettsets hat dies einen drastischen Einfluss auf die Beleuchtungsstärke.

Leuchtstoffröhren verlieren mit der Zeit an Leistung und rutschen in ein Spektrum ab, das Algenwachstum fördert und Pflanzen verkümmern lässt. Sie sollten deshalb einmal jährlich ausgetauscht werden.

Mein Aquarium, Stand 18.01.12 – Beleuchtet mit einer Chihiros A801 LED mit 50 Watt und 7200 Lumen maximaler Leistung.

LED – neu und stromsparend?

Die letzten Jahre machten LED-Beleuchtungen massentauglich. Inzwischen gibt es günstige Angebote wo das Auge hinschaut. Viele Einsteigersets werden mit dieser Beleuchtungsart ausgerüstet.

Der Hauptvorteil ist das bessere Lichtspektrum, die deutlich längere Lebensdauer und der etwas niedrigere Stromverbrauch. Die Anschaffungskosten sind immernoch immens, meist ammortisiert sich der Kauf nicht durch die Einsparung der Stromkosten. Selbst in Verbindung mit dem gesparten Röhrentausch ist es ein Nullsummenspiel. Die Umwelt dankt es jedoch, da weniger Röhren entsorgt werden müssen, welche hochgiftige Stoffe beinhalten.

Auch hier kennt die Beleuchtungsstärke drei Kategorien, allerdings wird in Lumen pro Liter gemessen, da die reine Leuchtleistung in Watt bei LEDs keine Aussagekraft besitzt:

StärkeLumen pro LiterLumen pro 100 Liter
Schwache Beleuchtung0 – 300 – 3000
Mittlere Beleuchtung30-603000 – 6000
Starke Beleuchtung60 +6000 und mehr

Die Watt-Zahl, welche für eine gute Beleuchtung im mittleren Feld benötigt wird schwankt stark. Sie ist von der Farbtemperatur, der Qualität der LEDs selbst, dem verwendeten Netzteil und vielem mehr abhängig. Sehr gute Set-Ups erreich ungefähr 120 Lumen/Watt. In der Praxis sind häufig auch Werte von 90 Lumen/Watt zu finden. Das ist eine deutlich niedrigere Effizienz. Bei diesen Leuchtmitteln sollte die Leistung dann ungefähr auf der höhe derer sein sollte, die von einer normalen Leuchtstoffröhren Variante benötigt wird. Wer allerdings über 100 Lumen/Watt kommt, spart langfristig Geld

Wichtig: Viele Hersteller bieten günstige Aquariensets mit LED-Beleuchtungen an. Dabei wird häufig die geringe Watt-Zahl als positives Kriterium dargestellt. Das Gegenteil ist der Fall. Diese Beleuchtungen reichen in der Regel nicht für ein gutes Pflanzenwachstum aus. LED-Beleuchtungen in tauglichen Maßstäben sind bisher in sehr wenigen Komplettsets enthalten, weshalb hier stets zu Individuallösungen gegriffen werden sollte!

Düngekonzepte im Überblick

Die Theorie ist nun abgeschlossen. Klar: Es lässt sich hier noch sehr viel sagen, das Wichtigste ist jedoch gesagt und die Informationen reichen aus, wenn du im Aquarium Dünger benötigst. Jetzt geht es ans Eingemachte! Anschließend erkläre ich dir zwei grundlegende Philosophien der Aquariendüngung und wie sie umgesetzt werden können. Beide Düngekonzepte benötigen an sich keine Testkits oder dergleichen. Allerdings empfehle ich euch dennoch zumindest einen Phosphat-, Nitrat- und Eisentest. Auf diese Weise könnt ihr Prüfen, ob der Aquarium Dünger entsprechend euren Ansprüchen zugeführt wird. Die beiden Ansätze funktionieren zwar bei 90 Prozent der Becken, aber man kann ja nie wissen.

Ich möchte an dieser Stelle kurz darauf hinweißen, dass die vorgestellten Konzepte nicht aus meiner Feder stammen. Ich beschreibe sie in Kürze und erkläre somit, wie im Aquarium Dünger zum Einsatz kommt. Da ich beide Konzepte möglichst ausführlich erklären möchte, stelle ich sie hier nur ganz grob vor. Ich habe für beide Varianten eigene Seiten geschrieben. Sie sind sehr ausführlich, werden allerdings von einer kurzen Zusammenfassung eingeleitet.

Der Estimative Index Ansatz

Dieses Prinzip geht ursprünglich auf Tom Barr zurück. Er stellte es in seinem englischsprachigen Forum vor und konnte viele Aquarianer mit der vergleichsweise einfachen Handhabung überzeugen. Heutzutage verwenden die meisten eine etwas abgewandelte Form, die grundlegenden Prinzipien bleiben allerdings dieselben.

Grundsätzlich werden hier sämtliche Dünger in übermäßiger Dosis hinzugefügt, wobei Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem gewissen Verhältnis zueinander auftreten. Zur Vermeidung einer Anreicherung der Nährstoffe kommen wöchentliche Wasserwechsel von mindestens 50 Prozent zum Einsatz.

Warnung: Das folgende ist sehr grob erklärt und kann Einsteiger sehr verwirren. Für ausführliche Informationen und eine einsteigerfreundliche Beschreibung dient mein separater Beitrag.

Für den Estimative Index Ansatz sind zwei Dünger erforderlich: Ein NPK Dünger und ein Eisenvolldünger. Der NPK Dünger sollte anfänglich mit einer Dosis folgende Nährwerte zuführen:

NO39,2 mg/l
K6,5 mg/l
PO41,8 mg/l

Anschließend wird die Düngung auf Wochenbasis eingestellt. Am ersten Tag findet ein Wasserwechsel von 50 Prozent statt. An den Tagen 1, 3 und 5 wird jeweils eine Dosis NPK Dünger zugeführt. Die Tage 2, 4 und 6 führen jeweils ein bis zwei Milliliter Eisenvolldünger zu. Am siebten Tag findet keine Düngung statt und am achten startet der Wochenzyklus neu.

In einem zweiwöchigen Zyklus wird die Düngedosis immer um zehn Prozent der anfänglichen Werte reduziert. Treten das erste mal Mangelerscheinungen auf, kehrt der Aquarianer zur vorherigen Dosis zurück und verwendet diese für die langfristige Anwendung.

PPS Pro – die sparsame Version

Der PPS Pro Ansatz kann als Weiterentwicklung des Estimative Index angesehen werden. Er ist weit weniger beliebt, da er bei einigen Aquarianern zu problematisch niedrigen Phosphatgehältern führt. Das Konzept basiert auf den Gedankengängen von Edward aus dem englischen Aquatic Plant Central Forum. Er legt ebenfalls Wert auf pulverförmige Chemikalien. Ich setze dagegen lieber auf flüssige Dünger traditioneller Hersteller.

Warnung: Das PPS Pro System ist ein ganzheitlicher Ansatz. Ich gehe hier lediglich auf die Düngung ein, was allerdings nur ein Teilaspekt des gesamten darstellt. Bitte lest euch unbedingt meinen gesonderten Artikel zu diesem Ansatz durch.

Für den PPS Pro Ansatz sind ebenfalls zwei Aquarium Dünger erforderlich. Die NPK-Lösung hat bei dieser Herangehensweise folgende Nährwerte pro Dosis:

NO31 mg/l
K1,3 mg/l
PO40,1 mg/l

Täglich wird jeweils ein Milliliter NPK- und Eisenvolldünger dosiert. Dabei gibt es im Gegensatz zum Estimative Index keine Pausentage. Durch die deutlich geringere Dosierung ist kein Teilwasserwechsel erforderlich, da sich Nährstoffe in der Regel nicht anreichern. Ich empfehle dennoch ausreichende Wasserwechsel.

Der Volldünger ist kein vollständiger Dünger

Der Fachhandel verkauft häufig sogenannte Volldünger. Hersteller hochwertiger Dünger bezeichnen diese meist als Eisenvolldünger, was die bessere Bezeichnung darstellt. Sie beinhalten die oben aufgeführten Mikronährstoffe und erweitern dies in der Regel um Magnesium und Schwefel. In klassischen Aquarien mit vielen Tieren und wenigen Pflanzen gelangen die anderen Makronährstoffe über das Futter ins Becken.

Bei starker Beleuchtung, dichter Bepflanzung und üppiger CO2-Versorgung wird im Aquarium Dünger benötigt, da diese Abbauprodukte nicht ausreichen. Die Hersteller kennen jedoch nicht jedes Becken. Da vor allem Nitrat und Phosphat giftige Wirkungen auf Fische besitzen, ist das Auslassen dieser Stoffe keine schlechte Idee. Viele Kunden verlassen sich allerdings darauf, dass im “Volldünger” alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind und wundern sich nach kurzer Zeit, warum sie wortwörtlich Algen aufdüngen.

Wie dünge ich persönlich?

Ich selbst bin ein starker Vertreter des Estimative Index Ansatzes. Er bringt mir persönlich einfach die besten Ergebnisse. Dabei ist aber die richtige Vorgehensweise sehr interessant. Außerdem mache ich mir die Dinge gerne einfach, weshalb ich auf TNC Complete* setze. Dieser Dünger basiert auf dem Estimative Index Grundsatz, vereint allerdings NPK- und Eisenvolldünger in einer Flasche.

Einfluss der Tiere auf die Düngung

Wir benötigen in unserem Aquarium Dünger, so viel ist klar. Allerdings reduziert sich die Menge mit steigender Besatzdichte. Mehr Fische benötigen zunehmende Mengen an Futter. Die dadurch entstehenden Ausscheidungen stehen als Nährstoffe für Pflanzen zur Verfügung. Demnach ist es erforderlich nach dem Einsetzen der Tiere einige Wochen Tests durchzuführen. Optimal eignen sich hierfür die JBL Tests. Dadurch wird sichergestellt, dass im Aquarium Dünger in der richtigen Menge vorhanden ist und kein Algenaufkommen oder Schäden bei den Tieren entsteht.

 

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