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Sind Aquascaper Tierquäler?

Heute möchte ich mit euch ein sehr kontroverses Thema besprechen. Ich stoße darauf oft in Facebook-Gruppen und Foren. Ich möchte gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass ich hier erfahrene Aquascaper mit ehrfahrenen Aquarianern vergleiche. Einsteiger in beiden Bereichen sind für mich hier kein Maßstab, das würde zu weit führen.

Wie komme ich zu diesem Thema?

Heute bin ich wieder auf einen interessanten Beitrag in einer Facebook-Gruppe aufmerksam geworden. Ich möchte hier keine Namen nennen und fälsche auch die Inhalte ab, da ich niemanden persönlich angreifen möchte. Grundsätzlich war es allerdings wie folgt:

Die Frage

Hallo,

ich habe mir ein ADA 60P gekauft und möchte darin ein schönes Layout realisieren. Es soll ein Iwagumi werden. Welche Fische könnt ihr mir dafür empfehlen. Das Wasser ist eher weich und sauer und ich hätte am liebsten einen schönen Schwarm.

Eine Antwort lautete ungefähr so

Iwagumis sind reine Steinaufbauten. Sie sind für die meisten Schwarmfische nicht geeignet. Es fehlen ausreichend Pflanzen als Versteckmöglichkeiten und außerdem ist die grelle Beleuchtung Tierquälerei. Und die hohen CO2- und Düngerwerte sind auch schlecht für die Tiere. In ein Aquascape gehören keine Fische.

Das klingt jetzt sicherlich übertrieben, kommt aber in unzähligen Facebook-Gruppen regelmäßig vor. Und genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag. Deshalb möchte ich einmal auf verschiedene Aspekte des Aquascapings eingehen und besprechen, ob es sich dabei wirklich um Tierquälerei handelt und  wo eventuell die Grenze liegt. Ich werde hier natürlich meine ganz persönliche Meinung wiedergeben. Über diese kann man gerne Diskutieren. Auf konstruktive Kritik lasse ich mich auch sehr gerne ein. Nur stumpfe Beleidungen oder dergleichen werde ich entsprechend löschen.

Die Wasserparameter

© Pixelot / Fotolia

Aquascaper mit hohem Anspruch arbeiten in der Regel mit CO2 und Soil-Bodengründen. Dadurch entsteht leicht saures und weiches Wasser. Außerdem kommt meist aufgesalzenes Osmosewasser zum Einsatz, was diesen Effekt verstärkt. Niedere Temperaturen zwischen 22 und 25 °C werden wegen der Pflanzen und einer reduzierten Algengefahr bevorzugt. Typische Wasserwerte bewegen sich in folgenden Bereichen (gilt nicht für alle Aquascapes, aber für viele!):

  • PH: 6,0 – 7,0
  • GH: 3 – 12 °dGH
  • KH: 0 – 8 °dKH

Die Wasserwerte sind also relativ breit gestreut. Wer hier allerdings die richtigen Tiere aussucht, macht an dieser Stelle nichts falsch. Aber halten sich Aquascaper an die optimalen Wasserparameter für ihre Schützlinge? In der Regel schon, aber es gibt auch schlechte Beispiele. Aber hier muss auch erwähnt werden, dass auch erfahrene Aquarianer häufig wenig auf diese Werte geben, die Hardliner in Facebook-Gruppen verscheuchen nur die negativen Beispiele sehr schnell. An deren Verhalten ändert das allerdings nichts.

Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid

CO2-Anlage

Viele Hardliner unter den Aquarianern werfen uns Aquascapern vor, wir würden unsere Fische vergiften. Schuld seien die hohen Konzentrationen an CO2. Aquascaper nutzen gerne 25 – 30 mg/l CO2, während in der klassischen Aquaristik, wenn überhaupt, 15 – 25 mg/l üblich sind. Allerdings sind nur sehr wenige Tiere bekannt, die bei 25 – 30 mg/l schaden nehmen. Die meisten Fische vertragen sogar mehr. Wer sich an 30 mg/l orientiert macht also selten einen Fehler.

Wichtiger ist allerdings eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Und hier sind Aquascaper ganz klar im Vorteil. Klassische Aquarianer sprechen häufig von einem dicht Bepflanzten Becken, wenn ein Aquascaper gerade bei einem drittel seiner Pflanzenmasse angekommen ist. Außerdem setzen die meisten Aquascaper auf eine rege Oberflächenbewegung und deutlich besseres Pflanzenwachstum. All das steigert den Sauerstoffgehalt des Wassers und ist gut für die Tiere!

Die Beckengröße

Ein massiver Unterschied zwischen Aquarianern und Auqascapern liegt in der Wahl der Beckengröße. Für klassische Fischhalter kann das Aquarium nicht groß genug sein. Aquascaper bevorzugen meist eher kleinere Varianten. Becken mit mehr als 120 cm Kantenlänge sind wahre Raritäten. Dementsprechend haben sie eine recht Beschränkte Auswahl an Tieren. Leider sehe ich recht häufig – und hier muss ich den Hardlinern zustimmen – viel zu kleine Aquarien für die gehaltenen Tiere. Rote Neons gehören beispielsweise nicht in ein 60 Zentimeter Aquarium. Zumindest ist das meine Meinung.

Artgerechte Tierhaltung?

© Franz Pfluegl / Fotolia

Bei der Beckengröße treffen natürlich zwei unterschiedliche Ansichten aufeinander: Die einen haben den Anspruch, eine möglichst artgerechte Tierhaltung zu gewährleisten. Andere dagegen möchten lediglich Tiere halten, ohne diese aktiv zu quälen. Ich persönlich gehöre zur ersten Gruppe, gebe auf dieser Seite aber Ratschläge, die sich an letzterer Orientieren. Warum ist das so? Ganz einfach: Viele Aquarianer, gerade Einsteiger, möchten eine bestimmte Tierart halten. Sie lassen sich nicht davon abbringen und orientieren sich an den für sie am besten passenden Werte im Internet. Es ist einfacher, sie von einem 60er Aquarium für Rote Neons zu überzeugen, dass die Tiere nicht aktiv quält, als sie von einem 80er oder gar 100er Becken zu überzeugen, dass artgerecht wäre.

Sind hier nur Aquascaper die Bösen?

Ganz klar nicht. Gerade von alteingesessenen Aquarianern höre ich häufig folgendes: “Fische passen sich in ihrer Wuchsgröße an das Becken an!”. Unglaublicher Blödsinn! Zwar wachsen viele Arten in kleinen Becken nicht voll aus, das liegt aber nicht an einer Anpassung. Hier fehlt lediglich die Möglichkeit. Und das ist Tierquälerei! Ein anderer häufig vorkommender Satz ist: “Ich halte seit 20 Jahren Neons in 60 Litern!”. Mag sein, dass macht es aber nicht artgerecht. Ein Fisch kann seine Gemütslage nicht mitteilen.

Wer einmal einen Schwarm von 30 oder mehr Neons in einem 100 cm Aquarium gesehen hat, der kennt die Gründe für diese Ansprüche. Vor allem die Schwarmgröße ist hier wichtig. In ein Becken mit 60 Zentimetern passen nur 10 oder 12 Tiere, was gerade so die unterste Grenze ist. Und das ohne Beibesatz. Nicht gerade die optimale Größe zur Orientierung oder? Allerdings müssen gerade wir Aquascaper zugeben, dass wir hier häufiger die Schuldigen sind. Viele Aquascaper stellen die Interessen der Tiere an zweite Stelle.

Die Beckeneinrichtung

Hier wird es schwer. Ob eine Beckeneinrichtung für Zierfische geeignet ist, hängt von den Ansprüchen der jeweiligen Art ab. Außerdem ist der Stil des Aquascapes für eine gute Bewertung wichtig. Fangen wir also einfach an, bei den klassischen Aquarianern. Danach möchte ich auf verschiede Stile des Aquascapings eingehen.

Das typische Fischbecken

Atamari [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Erfahrene Aquarianer setzen gerne auf Aquarien mit viel Schwimmraum und dichter Randbepflanzung. Ich bin mir sicher, dass jeder diese Formulierung in unterschiedlicher Form bereits gehört hat. Und das ist ein sehr guter Maßstab! In der Regel reicht die Randbepflanzung in solchen Aquarien auch bis zur Wasseroberfläche. Zudem werden, je nach gehaltener Tierart höhlen und andere Verstecke eingebracht. Bei Tieren aus entsprechenden Gebieten sind auch Wasserzusätze für Scharzwasser und ähnliches vorzufinden. Bei erfahrenen Aquarianern ist hier also eine vorbildliche Einrichtung vorhanden.

Das “Biotope” Aquarium

Auch wenn das einen Aufschrei unter den Aquarianern gibt: Biotop-Aquarien sind eine Art des Aquascapings! Sie sind die Reinform der vorbildlichen Tierhaltung. Wer hier etwas auszusetzen hat, der Blickt entweder auf kein echtes Biotop-Aquarium oder kennt sich mit den Bedürfnissen der Tiere nicht aus.

Das “Nature” Aquarium

Mein Aquarium Stand 18.01.12

Im Gegensatz zu anderen Aquarienstile versuchen Nature Aquascapes meist eine natürliche Unterwasserlandschaft zu imitieren. Hier gibt es einige Unterarten, beispielsweise das Ryoboku. Alle haben gemeinsam, dass sie entweder große Büsche an Wasserpflanzen oder hohe Stengelpflanzen in ihr Layout integrieren. Mein 128-Liter-Natur-Aquarium zählt zu dieser Kategorie. Hier sind zwei Aspekte wichtig:

  1. Die Beckeneinrichtung bietet ausreichend Schutz für die Tiere in jeder Form. Auch wenn, wie in meinem Fall, keine Pflanzen bis zur Oberfläche gehen, ist das meiner Meinung nach kein Problem. Das begründet sich in der Tatsache, dass sich Fische dreidimensional bewegen und kein Problem haben, Unterschlupf in tieferen Schichten zu finden.
  2. Die Wasserbeschaffenheit ist ein anderer Punkt. Ich persönlich habe noch kein “Nature” Aquascape gefunden, dass wirkliche Schwarzwasserbedingungen oder dergleichen herstellt. Die meisten Aquascaper sind hier auf sehr klares Wasser aus. Das ist keine optimale Tierhaltung. Für die meisten Fischarten ist das allerdings mehr als ausreichend und kann dennoch als zumindest ausreichend artgerecht angesehen werden.

Das “Iwagumi”

Diese Stilrichtung ist von Steinen geprägt und besticht gerade durch deren schlichtes Auftreten. Hier sind hohe Pflanzen in der Regel selten und dementsprechend fehlen die Verstecke für Fische und andere Tiere ganz klar. Von Aquascapern höre ich hier häufig, die Tiere würden sich an diesen Zustand gewöhnen.

Aquascaping Licht
By Moritz Holzinger (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ich halte das für Blödsinn. Generell denke ich aber, dass ein schönes Iwagumi auch mit schönen Büschen entsprechender Pflanzen gestaltet werden kann. Wie ich bereits geschrieben habe, müssen Pflanzen meiner Ansicht nach nicht bis zur Oberfläche gehen. Bei kleinen Tieren (typische Schwarmfische mit drei bis fünf Zentimetern Länge beispielsweise) kann bereits ein 15 Zentimeter hoher Busch an Stängelpflanzen ausreichend Schutz und Versteckmöglichkeiten bieten. Natürlich sollten dann hier nur sehr wenige verschiedene Arten eingesetzt werden.

Leider fehlen diese Versteckmöglichkeiten, weshalb das Iwagumi häufig ein Negativbeispiel für das hier besprochene Thema ist. Deshalb geht hier mein Appel an alle Aquascaper:

Bietet euren Fischen in Iwagumis ausreichend Verstecke an! Bitte!

Das “Diorama” Aquarium

Diese Becken versuchen Szenen aus der Natur in das Aquarium zu bringen. Diese stammen allerdings nicht immer aus der Unterwasserwelt. Die Spanne an unterschiedlichen Möglichkeiten ist dabei sehr breit. So ist ein Diorama stets eine Kombination aus “Nature”, “Iwagumi” und “Biotope”, wobei Letzteres meist etwas kurz kommt. Hier kommt es auf die Gestaltung an. Viele Dioramas beziehen sich auf Berglandschaften und sind dementsprechend sehr ähnlich zu klassischen Iwagumis. Diese finde ich auch eher problematisch. Sie weisen die selben Nachteile auf. Allerdings gibt es Formen, die wesentlich vorbildlicher sind, so zum Beispiel das in diesem Video präsentierte:

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Das ist ein Paradebeispiel für gute Bedingungen. Die Rotkopfsalmler haben ausreichend Schwimmraum. Das Aquarium bietet dennoch, durch die aufwendig konstruierten Wurzelaufbauten, ausreichend Versteckmöglichkeiten. Die reiche Bepflanzung bietet außerdem ausreichend Sauerstoffproduktion. Und dieses Becken gewann den sechsten Platz beim IAPLC, dem größten Aquascaping Wettbewerb weltweit.

Die Beleuchtung

Das wohl schwierigste Thema ist die Stärke der Beleuchtung. Hier werfen gerade klassische Aquarianer den Aquascapern eine deutlich zu starke Beleuchtung vor. Das sehen wir auch an dem von mir abgeänderten Beitrag weiter oben. Und es stimmt, viele Tiere stammen aus deutlich dunkleren Gewässern. Demnach liegt der Schluss nahe, dass diese eine grelle Beleuchtung nicht vertragen. Allerdings ist mir hier eine Sache ganz klar aufgefallen: Ich habe eine Vielzahl von Tieren in grellen Becken gesehen. Einige davon werden als Lichtscheu angesehen. Und bisher konnte ich selten feststellen, dass es die Tiere in irgendeiner Form stört, sofern die restlichen Parameter stimmen. Ein Beispiel für Tiere, die eine grelle Beleuchtung verabscheuen, sind Perlhuhnbärblinge. Diese Flüchten förmlich.

An dieser Stelle kommt von Aquarianern häufig der Einwand, Fische können einem nicht mitteilen, was unpassend ist. Das stimmt. Aber daraus folgt ein Umkehrschluss: Sie können auch nicht mitteilen, wenn etwas nicht stört. Wir sind deshalb darauf angewiesen, das gesehene zu interpretieren. Bei jedem Problem, das ansonsten angesprochen wird, sind entsprechende Verhaltensweisen sichtbar. Weichwasserfische in hartem Wasser verstecken sich beispielsweise zunehmend. Eine CO2-Überdosierung ist durch apathisches Verhalten oder Schnappen nach Luft ersichtlich. Deshalb meine Frage an erfahrene Aquarianer: Warum ist bei angeblich zu starker Beleuchtung nichts sichtbar?

Hier eine Bitte: Wenn ihr seht, dass eure Fische sich seltsam verhalten und alle anderen Parameter stimmen, dann liegt es an der Beckenbeleuchtung! Ich persönlich habe hier noch nichts beobachten können. Das heißt aber nicht, dass es keine Tiere gibt, die mit grellem Licht nicht klar kommen. Also bitte beobachtet eure Tiere genau!

Die Düngung

Inzwischen nimmt die Anzahl der Aquarianer ab, die Nitrat und Phosphat in relativ hohen Konzentrationen als gefährlich ansehen. Hier haben wir in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Es ist inzwischen bekannt, dass ein Unterschied zwischen Nitrat aus Dünger und aus Abfallprodukten besteht. Deshalb hier der Hinweis: Ein Nitratgehalt von 25 mg/l ist kein Problem, sofern er über Dünger zugeführt wird. Ein derartiger Wert bei regelmäßigen Wasserwechseln und ohne Düngung ist allerdings ein Zeichen für ein Problem im Aquarium!

Mein Fazit:

Nein, Aquascaper sind nicht grundsätzlich Tierquäler. Aber wir Aquascaper können noch das ein oder andere aus der klassischen Aquaristik lernen. Beispielsweise sollten wir Tieren nicht aufgrund unserer Wünsche (Iwagumi ohne Stängelpflanzen) langfristig in ungeeigneten Becken halten. Generell sind allerdings die meisten Anschuldigungen gegenüber Aquascapern unbegründet. Hohe Beleuchtungsstärken und entsprechende Dünger- sowie CO2-Konzentrationen sind in den meisten Fällen kein wirkliches Problem. Aber auch hier nochmal der Hinweis: Wenn etwas im Argen liegt, handelt bitte schnell. Im Zweifelsfall können Tiere über Ebay Kleinanzeigen oder Facebook-Gruppen schnell vermittelt werden.

8 Gedanken zu „Sind Aquascaper Tierquäler?“

  1. Das ist ein Schwachsinn das wir Aquascaper Tierquäler sind.Ihn wie fern sind wir Aquascaper Tierquäler.Wir überlegen ganz genau zuerst welche Tiere wir halten wollen und dann überlegen wird das passende Layout und nicht anders rum.

    Antworten
    • Hallo Luka,

      du scheinst meinen Beitrag leider nicht bis zum Ende gelesen zu haben, ansonsten verstehe ich die Kritik deinerseits nicht.

      Beste Grüße
      Dominik

    • Hi,

      ja im Aquascaping ist weiches Wasser allgemein bevorzugt. Die Temperatur kann man natürlich erhöhen und wer sich bei den Pflanzen mit genügsamen Arten anfreunden kann, kommt auch mit weniger Licht klar. Also Aquascaping und Diskus-Fische schließen sich nicht aus 🙂

      Beste Grüße
      Dominik

  2. Hi,

    Ich befasse mich auch gerade intensiv mit dem Thema. Hab kürzlich meine Neons abgeben müssen, da diese mit dem Licht in meinem Becken (54l) nicht klar gekommen sind. Es gibt relativ wenig Informationen über Fische die sich bei viel Licht halten lassen. Da du hier scheinbar Erfahrungen hast wäre es schön wenn du ein paar Arten nennen könntest die du erfolgreich bzw. Artgerecht in deinen Scapes halten konntest.

    Beste Grüße

    Antworten
    • Hi Damian,

      vielen Dank für deine Rückmeldung, das kommt auf alle Fälle auf meine Liste zukünftiger Blogbeiträge. Leider komme ich (wie du an meiner späten Antwort merkst) recht wenig zur Pflege dieses Blogs.

      Grundsätzlich kann ich dir aber schonmal sagen, dass es deutlich häufiger eine Frage der richtigen Einrichtung, als eine Frage der Lichtstärke ist. Meine blauben Neons haben sich beispielsweise in meinem 128-Liter-Becken (welches auch das Titelbild dieses Beitrags ist) sichtlich wohl gefühlt. Im gleichen Aquarium aber mit einem Diorama SetUp (wird auch hier im Blog gezeigt) ging das gar nicht gut. Nach wenigen Tagen hab ich die Tiere umgezogen. Die Beleuchtung war in beiden Fällen gleich. Der Unterschied war aber die Möglichkeit zum Verstecken. Von dieser Erfahrung konnte ich hier leider noch nicht berichten, da der Beitrag älter ist, als das zweite Aquarium 😉

      Beste Grüße
      Dominik

  3. Sehr schöner Artikel! Klar persönlich mit eigener Meinung versehen und dennoch sehr objektiv und mit ausreichend Weitsicht und Abstand, um beide Seiten gut zu beleuchten.

    Ich befasse mich derzeit mit dem Thema, da ich nach langjähriger Aquaristik nun zum Aquasquaping übergehen möchte. Das hängt mit mittlerweile leider weniger gewordenen Platz zusammen, aber auch mit einem mittlerweile anderem ästhetischem Empfinden.

    Iwagumi halte ich maximal für Garnelen und Schnecken geeignet, da Iwagumi im eigentlichen Sinne mit nur einer Pflanzenart (meist nur ein Bodendecker) bepflanzt werden. Sobald andere Pflanzen dazugesetzt werden, handelt es sich um ein herkömmliches maximal etwas steinlastiges Aquasquape, was aber durchaus seinen eigenen Reiz hat und dennoch ebenfalls artgerecht ist.

    Ja, auch ich sehe bei der Kombination Aquasquaping und Tiere das Hauptproblem bei der Beckengröße. Ein 30L Cube ist nunmal nichts für Schwarmfische. Allerdings gibt es eben auch in der Aquaristik viele zu kleine Becken.

    So oder so, dieses Thema wird wahrscheinlich eine Never-ending-Story in den Foren und sozialen Netzwerken. Man kann nur hoffen, dass die Leute irgendwann Mal anfangen vor ihrer eigenen Tür zu kehren und statt stumpfer Vorwürfe / Abwehrreaktionen lieber konstruktive Verbesserungsvorschläge und Hilfe anbieten / annehmen.

    Antworten
    • Hallo Jeanny,

      danke für deine Antwort auf meinen Beitrag. Ich bin leider gerade wenig aktiv (habe einen neuen Job), weshalb ich ihn erst später freischalten konnte.

      Gerade das akzeptieren von Verbesserungsvorschlägen fällt vielen schwer. Das ist auch verständlich. Sie werden im Zoohandel beraten und bekommen anschließend gesagt, es sei alles falsch. Das ist natürlich frustrierend. Außerdem vertrauen viele dem Händler mehr als einem Fremden im Internet.

      Das ist einer der Gründe, weshalb diese Seite überhaupt existiert. Ich hoffe, dass ich eine Brücke schlagen kann, um hier einiges zu verbessern.

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