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Mein Black Rock wächst mir über den Kopf

Heute möchte ich euch etwas aufzeigen, das vielen beim Aquascaping nicht bewusst ist: Auch sehr gutes Pflanzenwachstum kann störend sein. Und zwar unter ganz einfachen Bedingungen. Wie es dazu kommt, darüber sprechen wir in diesem Beitrag.

Häufiger Rückschnitt erfordert viel Zeit

Ich bin aktuell beruflich viel unterwegs und hab auch einige private Verpflichtungen. Dadurch kann ich mich nicht ganz so viel um mein Becken kümmern. Aber durch die hohe Beleuchtungsstärke (aktuell über 50 Lumen pro Liter) wachsen meine Pflanzen extrem schnell. Allerdings ist diese Beleuchtungsstärke für die Ausprägung der roten Farben erforderlich.

Bereits drei Wochen nach einem Rückschnitt sind meine Stängelpflanzen nicht nur bis zur Oberfläche gewachsen, sie schlängeln sich bereits daran entlang. Das siehst du im Titelbild dieses Beitrages wunderbar. Für ein schönes und stimmiges Gesamtbild erfordert das Becken deshalb idealerweise alle 10 Tage einen entsprechenden Rückschnitt. Das folgende Bild wurde sieben Tage nach einem Rückschnitt aufgenommen. Die lilanen Linien markieren die Schnitthöhe und das zeigt ganz deutlich, wie schnell alles geht:

Jeder dieser Rückschnitte dauert ungefähr 90 Minuten inklusive einem angehängten Wasserwechsel. Und genau hier kommt das Problem zustande. Wer viel um die Ohren hat, möchte sein Aquarium auch einfach genießen können. Es soll ein Ort der Ruhe sein und somit keine permanente Pflege erfordern.

Und genau an diesem Punkt befinde ich mich gerade. Ich finde es wichtig, dass ich auch diese Punkte in meinem Blog anspreche, denn auch das ist ein Bestandteil des Aquascapings.

Sparsame Aquarienpflege fördert Algenwachstum

Da ich meine Pflanzen aktuell selten zurück schneide, sterben die unteren Teile ab und belasten das Wasser. Ein ganz normaler Vorgang in einem Aquarium, denn die oberen Triebspitzen schirmen das Licht ab. Dadurch wirft die Pflanze beschattete Blätter ab, um die Energie effizienter zu verteilen.

Das Problem dabei sind die Abbauprodukte der dadurch entstehenden Pflanzenreste. Diese begünstigen Algen deutlich und genau das kann ich in meinem Aquarium beobachten. Auch hier ist das Fazit wieder: Ich sollte alle 10 Tage anstelle aller drei Wochen einen ausführlichen Rückschnitt inklusive Wasserwechsel durchführen.

Natürlich gibt es Abhilfe

Meiner Meinung nach sind diese Erkenntnisse wichtig. Denn nur wenn wir wissen, mit was wir es zu tun haben, können wir es auch beseitigen. Ich ziehe daher ganz einfache Konsequenzen: Es folgt Black Rock 2.0. Hierbei nehme ich kein komplettes Rescape vor. Stattdessen werde ich einige Pflanzen austauschen, einige hinzufügen und insgesamt die Pflegeaufwendigkeit reduzieren. Was ich genau dafür machen werde, erkläre ich in den nächsten Abschnitten.

Ein Ziel setzen und einen Plan erarbeiten

Ich denke, mein Ziel ist relativ einfach zu erahnen. Ich möchte in Zukunft nur noch alle drei bis vier Wochen zurück schneiden. Dabei soll die gesamte Optik wirklich sehr gut sein, wenn ich alle drei Wochen mit der Schere ans Werk gehe. Dementsprechend wird jede Maßnahme auf genau dieses Ziel einzahlen.

Außerdem möchte ich Algen besser vermeiden. Dafür ist es sehr wichtig, dass ich das Gleichgewicht aus Licht CO2 und Dünger im grünen Bereich behalte. Natürlich ist das nicht ganz einfach und ich kann mir gut vorstellen, dass es in den ersten Wochen und Monaten zu vermehrten Problemen kommen wird.

Weniger Lichtstärke lässt Pflanzen langsamer wachsen

Der Ursprung des großes Aufwandes mit diesem Scape ist die hohe Beleuchtungsstärke. Eine Reduktion auf 35 Lumen pro Liter wird hier Abhilfe schaffen. Da ich bereits einen Dimmer einsetze, ist das auch gar kein Problem. Ich muss die Beleuchtung lediglich auf die entsprechende Leuchtleistung reduzieren. Wachsen die Pflanzen dann immer noch zu schnell, versuche ich weiter zu reduzieren. Allerdings muss ich dann darauf achten, dass die Bodendecker noch wachsen.

Bepflanzung an Beleuchtung anpassen

Wie ich vorhin schon erwähnte, bilden meine Rotalas bei niedriger Beleuchtungsstärke keine schönen roten Farben mehr aus. Das ist natürlich ärgerlich und untergräbt mein Ziel mit diesem Aquarium. Deshalb passe ich dieses Ziel an und verfolge ein Anderes.

In Zukunft möchte ich natürlich den Fischen noch Schutz unter Pflanzen bieten. Dafür möchte ich auf verschiedene Stengelpflanzen setzen, die langsamer wachsen und eine interessante Optik im Hintergrund bieten. Welche Pflanzen genau, darüber bin ich mir noch nicht im Klaren.

Da weniger Pflanzenwachstum allerdings Algen begünstigt, muss ich mir hier etwas überlegen. Deshalb möchte ich den Bodendecker etwas aufstocken und auf den Steinen schneller wachsende Pflanzen einsetzen. Das klingt zunächst zwar etwas widersprüchlich, allerdings wachsen auf meinen Steinen deutlich weniger Pflanzen, wodurch hier eine Beschleunigung kein Problem sein sollte. Gerade das aktuelle Moos wächst sehr langsam. ungefähr alle sechs bis acht Wochen ist Trimmen angesagt. Wächst hier also eine doppelt so schnelle Pflanze, bin ich immer noch in einem guten Bereich.

Die Düngung anpassen

Das wird wohl der schwerste Part. Schließlich muss ich mein gesamtes System neu aus tarieren. Ich werde hier weiter auf den Tropica Specialized* Dünger setzen und hoffe, dass er für die neuen Gegebenheiten geeignet ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss ich natürlich weiter schauen. Auf jeden Fall werde ich die Dosis von aktuell 6 ml am Tag erst mal deutlich reduzieren.

Weitere Details folgen in Kürze

Natürlich werde ich euch auf diese Reise mitnehmen. Im ersten Schritt ist das hier wohl eher eine Ankündigung. Welche Pflanzen ich genau verwenden werde, entscheidet sich noch. Genau so verhält es sich bei der exakten Beleuchtungsstärke. Wichtig ist mir bei allem nur, dass ich mich in die richtige Richtung bewege.

Ich hoffe, dass dieser ehrliche Beitrag meinerseits für dich hilfreich war. Eventuell bist du in einer ähnlichen Situation und hast dich schon gefragt, was du dagegen unternehmen kannst.

2 Gedanken zu „Mein Black Rock wächst mir über den Kopf“

    • Hallo Markus,

      vielen Dank für dein Feedback, ich freue mich, wenn ich helfen konnte.
      Aktuell komme ich leider wenig zum Schreiben, plane aber noch ein Update für diesen Artikel, da ich mein Becken eigentlich schon weiterentwickelt habe.

      Beste Grüße
      Dominik

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