Geld sparen als Aquarianer

Geld sparen als Aquarianer

Heute habe ich einen Beitrag gelesen, der mich nachdenken lies. Auf Facebook stellte eine Einstiegerin, welche offensichtlich Geld sparen möchte, folende Frage:

Hi zusammen,

ich möchte mir ein Aquarium kaufen. Mein Mann möchte gerne Wissen, wie viel das im Monat kostet. Könnt ihr mir einen Anhaltspunkt geben?

Wie du dir vorstellen kannst, waren die Antworten darauf sehr verschieden. Und ich habe meinen Artikel über das mindeste der Kosten eines Aquariums verlinkt. Allerdings ist mir dabei eines aufgefallen: Für viele ist Geld ein wichtiger Faktor. Und da kann ein Aquarium unangenehm teuer werden.

Genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Beitrag. Ich möchte dir einige Tipps an die Hand geben, die sehr viel Geld sparen. Aber fangen wir vorn an: Ich möchte diesen Beitrag in zwei Kategorien aufteilen:

  • Anschaffungskosten: Aquarien sind teuer. Egal bei welchem Händler. Und genau darum geht es hier. Denn mit einigen Tipps sparst du durch gute Anschaffungen langfristig Geld.
  • Laufende Kosten: Wasserwechsel, Düngung, Futter und vieles mehr, diese Dinge kosten Geld. Und mit der Zeit läppert sich das. Deshalb möchte ich auch hier einige Tipps geben.

Geld sparen bei der Anschaffung deines Aquariums

Du möchtest dir ein Aquarium anschaffen? Das freut mich sehr. Aquarien sind etwas sehr schönes und bringen viel Spaß. Allerdings kann ein Aquarium, gerade zu Beginn, viel kosten. Deshalb unterhalten wir uns in diesem Abschnitt darüber, welche Maßnahmen dir helfen, bei der Anschaffung viel zu sparen.

1/8: Suche günstige Alternativen

Der wohl einfachste Weg sind günstige Alternativen. Ich konnte beispielsweise bei meinem Aquarium viel Geld sparen. Dafür habe ich einfach den Preis meines Wunschaquariums bei einem lokalen Aquarienbauer erfragt.

Das Ergebnis: Ein ADA 60P kostet ungefähr 160 Euro, ein ADA 90P liegt bei 530 Euro und mein “80P” kostete mich 80 €. Okay, ich habe keine Scheiben aus Optiwhite-Glas, aber das ist für mich in Ordnung.

Alles in allem habe ich so eine immense Summe weniger ausgegeben. Das gleiche kann ich beispielsweise über meinen Hydor Professional 350 sagen. Ein vergleichbarer Filter von JBL oder Eheim kostet ungefähr 50 Prozent mehr.

2/8: Vermeide billigen Schrott

Günstig und billig sind zwei paar Schuhe. Ich bin stark dafür, dass du dir günstige Produkte suchst. Allerdings habe ich schon viel Geld durch billige Produkte verschwendet. Ein kleines Beispiel macht das vielleicht deutlich:

Als ich mein 54-Liter-Becken gekauft habe, wollte ich an der Beleuchtung sparen. Ich wusste, dass die billige Lampe genug Lumen und eine gute Lichtfarbe hat. Allerdings habe ich nicht darauf geachtet, dass diese das Aquarium nicht in Gänze ausleuchtet.

Du kannst dir sicher denken, dass ich diese Lampe inzwischen ersetzt habe: Durch eine günstige Chihiros RGB60. Da hab ich an der flaschen Stelle gespart, was mich jetzt 50 Euro extra gekostet hat. Schade.

3/8: Gebrauchte Produkte in gutem Zustand

Zugegeben: Ich liebe Neues. Wenn dein Geldbeutel allerdings etwas knapper ist, kannst du auch mit Gebrauchtem Geld sparen. Meine 2kg-CO2-Flasche hat mich beispielsweise gebraucht 35 Euro gekostet. Das sind 30 Euro weniger als eine gleichwertige neue Flasche. Sie sieht zwar ziemlich übel aus, versteckt sich allerdings sehr gut in unserer Wohnung.

4/8: Die für dich richtige Ausstattung

Dieser Punkt ist ganz wichtig. Überleg dir, was du mit deinem Becken erreichen möchtest. Das ist sehr wichtig, wenn du deine Anschaffungen tätigst. Ich brauche beispielsweise kein Weißglasaquarium. Aber ich möchte transparentes Silikon und eine Poolbauweise. Durch diese Entscheidung zahle ich gut das doppelte eines normalen Beckens, spare aber die Hälfte im Vergleich zu Produkten von Marken wie ADA.

Langfristig beim Aquarium Geld sparen

Die Startkosten bei einem Aquarium scheinen recht hoch zu sein. Das verstehe ich . Allerdings sind die laufenden Kosten meiner Meinung nach ein deutlich größeres Problem. Deshalb habe ich mich mit diesen auch wesentlich intensiver außeinander gesetzt. Ich hoffe, dir hier einige gute Tipps geben zu können.

5/8: Schneide deine Pflanzen regelmäßig

Die regelmäßige Beckenpflege kann sehr anstrengend sein. Gerade in stressigen Zeiten oder wenn wir einmal das Interesse am Aquarium verlieren. Und genau da entstehen Probleme. Häufig überwuchern die Pflanzen das gesamte Becken und stehlen kleineren Exemplaren das Licht. Das führt dazu, dass einige Pflanzen absterben. Da wir sie aber bewusst gekauft haben, müssen wir sie nun erneut kaufen. Das kostet viel Geld.

Gewöhn dir deshalb an, regelmäßig deine Aquarienpflanzen regelmäßig zu beschneiden. Damit kannst du langfristig einiges an Geld sparen. Außerdem bleiben die Pflanzen gesünder. Aber auch zu Beginn ist ein regelmäßiger Rückschnitt nützlich. Gerade mit Kopfstecklingen kannst du deine Pflanzenmasse so deutlich erhöhen.

6/8: Verwende ein sparsames Düngesystem

Wasserpflanzen sind mein liebstes Thema im Aquarium. Eng damit verbunden ist die Düngung. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Estimative Index setzt beispielsweise darauf, hohe Mengen an Dünger ins Becken zu geben. Ausgeglichen wird das durch große und häufige Wasserwechsel. Das Resultat: Du gibst viel Bares für etwas aus, das deine Pflanzen nicht benötigen.

PPS Pro verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Du verbrauchst sehr wenig Dünger und Wasserwechsel sind nur entsprechend deinem Becken nötig. Das spart deutlich. Allerdings habe ich damit gemischte Erfahrungen gemacht. Deshalb teste ich gerade das Düngesystem von Dennis Wong. Auch dieses System ist sehr sparsam und spart dementsprechend Geld.

7/8: Brauchst du einen Heizstab?

Viele Aquarienfische kommen langfristig mit 23 °C klar. Und kurzzeitige Temperaturen unterhalb dessen sind auch kein Problem. Deshalb solltest du genau recherchieren, welche Temperaturen deine Tiere überhaupt benötigen. Vielleicht kannst du dir den Heizstab sparen.

Vielleicht bist du auch wie ich: Mein Wohnzimmer darf gerne unter 21 °C haben. Das passiert aber eigentlich nur im Winter. Deshalb habe ich meinen Heizstab nur während der kalten Jahreszeit eingeschalten. Im Sommer lasse ich ihn ausgesteckt. Das spart einiges und sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn es zunächst unlogisch erscheint.

8/8: Kaltes Wasser aklimatisieren

Warmwasser ist nicht gerade günstig. Das wissen wir alle. Aber kaltes Wasser ist bei einem Wasserwechsel ebenso problematisch. Zum Glück gibt es einen einfachen Trick. Du brauchst dafür einige Kanister oder Eimer, aber das wars auch schon. Fülle dein Wechselwasser einfach schon am Abend vor dem Wasserwechsel ab. So kann es die Raumtemperatur annehmen und das ist gut genug für einen Wasserwechsel. Damit kannst du bereits viel Geld sparen.

Abschließendes Fazit

Das waren nun acht Tipps aus meinem Repartoire. Jeder einzelne spart nur einen relativ geringen Betrag, zusammen genommen ergibt sich allerdings ein interessantes Sümmchen. Ich hoffe, dass meine Tipps dir weiter helfen und deinen Geldbeutel in Zukunft entlasten. Lass mich doch gerne in den Kommentaren wissen, welche Tipps du anwendest, die ich hier noch nicht erwähnt habe.

1 Gedanke zu “Geld sparen als Aquarianer

  1. Ein sehr informativer Artikel. Ich finde es auch sehr wichtig, sich vor der Anschaffung über die Kosten bewusst zu sein, um selbst zu erfahren, ob man sich das ganze auch auf Dauer leisten kann.

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