Fische für Anfänger vorgestellt

Fische für Anfänger vorgestellt

In diesem Beitrag möchte ich dir die meiner Meinung nach besten Aquarienfische für Anfänger vorstellen. Gerade zu Beginn, wünschen sich viele bunte und auffällige Tiere in ihrem Becken. Das ist verständlich. Allerdings ist nicht jede Art für Neulinge geeignet. Aus diesem Grund möchte ich hier zeigen, wie man für ein Aquarium Fische für Anfänger auswählt.

Leider ist auf den Fachhandel hier auch kein Verlass. Sehr häufig werden empfindliche Barsche oder dergleichen an Einsteiger verkauft. Deshalb ist mir dieses Thema besonders wichtig. Ich werde mich zunächst auf einige wenige Arten beschränken. Allerdings wird dieser Beitrag wegen seiner Wichtigkeit regelmäßig erweitert.

Im Aquarium Fische für Anfänger

Ich möchte zunächst klar stellen, dass ich hier hauptsächlich sehr einfach zu haltende und dennoch schöne Tiere empfehlen möchte. Außerdem gebe ich jeweils immer folgende Rahmendaten an:

  • PH-Wert
  • Gesamthärte
  • Minimale Gruppengröße
  • Ansprüche ans Aquarium

Grundsätzlich werde ich all diese Rahmendaten in einen Text einfließen lassen und hebe sie dann fett gedruckt hervor. Ich hoffe, dass ist einigermaßen passend.

Wichtig war mir im Besonderen, dass die hier gezeigten Fische für Anfänger in einer Vielzahl verschiedener Wasserwerte zurecht kommen. Bei den meisten Tieren habe ich mich auch auf einen alkalischen PH-wert fokussiert, da dieser im Leitungswasser meist vorhanden ist.

Der Guppy – ein klassischer Anfängerfisch

By Melanochromis (Self made. Own work by uploader) [Public domain], via Wikimedia Commons
Der wohl beliebteste Einsteigerfisch ist der Guppy. Diese Tiere sind sehr flexibel, was die Wasserwerte angeht und außerdem einfach zu halten. Darüber hinaus gibt es inzwischen viele Zuchtformen mit äußerst schönen Farben.

Wegen ihrer Flexibilität gegenüber verschiedenen Wasserwerten sind Guppys ideale Aquarienfische für Anfänger. PH-Werte zwischen 6,5 und 8,0 sind kein Problem. Auch die Gesamthärte darf zwischen 8 und 30 °dGH liegen. Temperaturen werden zwischen 22 und 27 °C ohne Weiteres vertragen. Das spricht deutlich für diesen Schönen Fisch.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an, Guppys zu halten. Zum einen können Männchen und Weibchen gemeinsam gehalten werden. Hier ist es wichtig, mindestens zwei, besser drei Weibchen (welche deutlich weniger stark gezeichnet sind) auf ein Männchen zu halten. Der Grund ist einfach. Die Männchen stellen den Weibchen aggressiv nach. Bei einer schlechten Verteilung verenden die Weibchen schnell aus Stress. Außerdem stellt sich bei Guppys sehr schnell Nachwuchs ein und das in sehr großer Zahl. Hier sollte direkt ein Abnehmer verfügbar sein.

Die Alternative ist eine reine Männer-WG. Hier werden mindestens sechs Männchen gemeinsam in einem Becken gehalten. Einige sehen das als fragwürdig an, allerdings sehe ich dabei gar kein Problem. Die Tiere werden weder apathisch, noch untereinander Aggressiv. Der Vorteil: Es ensteht kein Nachwuchs, der versorgt werden möchte. Außerdem sind die Männchen meiner Meinung nach deutlich schöner!

Meiner Meinung nach können Guppys ab einer Beckengröße von ungefähr 100 Litern gehalten werden. Etwas anders sieht es beim Endler Guppy aus. Er kommt bereits mit 60 cm Kantenlänge klar. Das sind ungefähr 54 Liter.

Der Zwergpanzerwels – Ein putziger kleiner Helfer

By Carnat Joel [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
Der Corydoras Pygmaeus ist einer meiner liebsten Welse. Er ist wirklich sehr klein, kommt mit vielen Wasserwerten zurecht und ist außerdem noch gut für das Aquarium an sich. Die meisten Panzerwelse finde ich persönlich eher langweilig. Dieser kleine Geselle ist aber gerade in einer Gruppe ab 10 Tieren sehr aktiv.

Auch dieser kleine Kollege ist sehr genügsam was die Wasserwerte angeht. Gesamthärten von 2 bis 15 °dGH und PH-Werte zwischen 6,0 und 7,5 stellen kein Problem dar. Er bevorzugt eine Temperatur zwischen 23 und 26 °C. Zugegeben, damit verlangt der Zwergpanzerwels seinem Halter mehr ab, als beispielsweise der Guppy. Trotzdem ist er noch sehr tolerant.

Außerhalb der Wasserwerte ist dieses Tier sehr genügsam. Er ist leicht zu ernähren, bevorzugt allerdings kleines Frost- und Lebendfutter. Aber auch an Flocken oder Granulat lässt er sich gewöhnen. Versteckmöglichkeiten sind außerdem relativ wichtig. Aufgrund seiner geringen Größe von ungefähr drei Zentimetern ist er schreckhaft, wenn er keine Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung hat.

Dieser kleine Kerl ist auch wegen seinen Ansprüchen an das Becken ein perfekter Aquarium Fisch für Anfänger. Außerdem sind 60 cm Kantenlänge völlig ausreichend, was eine sehr beliebte Größe bei Einsteigern ist!

Platys in einer Farbe nach Wahl

von Marrabbio2 [CC BY-SA 3.0], vom Wikimedia Commons

Ein weiterer, sehr bekannter Aquarienfisch ist der Platy. Diese Tiere sind sehr einfach zu halten, wenn die richtigen Gegebenheiten geboten sind. Eine Gruppe von mindestens sechs, besser acht Tieren ist ein sehr guter Start. Etwas mehr Weibchen als Männchen sind hier auch von Vorteil. Auch hier gibt es verschiedene Zuchtformen in vielen interessanten Farben. Allerdings ist die Vielfalt etwas weniger ausgeprägt als beim Guppy.

Das wichtigste am Platy ist alkalisches, nicht zu warmes Wasser. Er bevorzugt einen PH-Wert über 7,0 und einen Härtebereich zwischen 10 und 25 °dGH. Außerdem verträgt er langfristig nur Temperaturen unter 25 °C. Da derartige Wasserwerte allerdings aus vielen Leitungen in Deutschland kommen, ist er ein idealer Einsteigerfisch, da hier wenig falsch gemacht werden kann.

Die einfache Vermehrung des Platy ermöglicht auch schnell erste Erfolge in der Aquaristik. Allerdings ist auch hier ein Abnehmer sehr wichtig. Die Tiere vermehren sich zwar weniger als der klassische Guppy, über die Jahre werden es dennoch zu viele! Und trotzdem, der erste eigene Nachwuchs ist ein tolles Gefühl. Deshalb sind drei meiner Fische für Anfänger auch Lebendgebärende, die sich gut vermehren lassen.

Ich persönlich empfehle für diesen agilen kleinen Fisch ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge. So kann sich das Tier ausreichend bewegen und auch Nachwuchs findet eine Weile lang Platz.

Schwertträger

von Wojciech J. Płuciennik [CC BY-SA 4.0], vom Wikimedia Commons
Der Schwertträger ist mit dem Platy stark verwandt. Er lässt sich sogar mit ihm kreuzen. Allerdings ist dieser Fisch meiner Meinung nach etwas schöner, definitiv aber auch größer. Im Aquarium ist hier ein Überschuss an Weibchen sehr wichtig. So verteilen sich die Aggressionen der Männchen gleichmäßig. Ich empfehle eine Gruppe von mindestens vier Tieren (1m/3w) in kleineren Aquarien (80 – 100 cm Kantenlänge) oder direkt zwölf Tiere (3m/9w) in größeren Becken (120 cm Kantenlänge und mehr).

Die Pflege der Tiere ist jener der Platys sehr ähnlich. Auch der Schwertträger bevorzugt einen PH-Wert über 7,0 eine Härte zwischen 10 und 25 °dGH und Temperaturen um die 25 °C. Und genau deshalb ist auch er einer der am besten geeigneten Fische für Anfänger. Die Vermischung mit Platys würde ich übrigens nicht empfehlen, da ich Tiere ohne Mischung der Arten bevorzuge. In wie weit eine Mischung negative Folgen für die Tiere hat, kann ich allerdings nicht sagen.

Zebrabärbling

von Oregon State University (Zebrafish) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Ein seit langem bekannter Klassiker ist der Zebrabärbling. Er ist äußerst beliebt und das nicht ohne Grund. Seine schöne Zeichnung und das aktive Verhalten machen dieses Tier zu einer wahren Bereicherung in Gruppen ab 12 Tieren. Er bevorzugt etwas mehr Strömung und schwimmt gerne in dieser, was besonders interessant ist. Allerdings ist der Zebrabärbling ein begnadeter Springer. Wer diese Tiere hält, sollte sein Becken also bestmöglich abdecken.

Die Pflege dieser Tiere ist relativ einfach, sie sind einfach wirklich gute Fische für Anfänger. Sie kommen mit üblichen Temperaturen von 20 bis 26 °C klar. An die Wasserhärte und den PH-Wert stellen sie ebenfalls geringe Anforderungen. Solange die Gesamthärte unter 15 °dGH und der PH-Wert unter 7,5 liegt, ist alles im grünen Bereich. Häufig lese ich eine Empfehlung für mindestens 80 cm Beckenlänge. Dem möchte ich allerdings widersprechen. Dieser sehr lebhafte Fisch freut sich sehr über 100 cm Kantenlänge oder mehr.

Perlhuhnbärbling

von Cisamarc [CC BY-SA 3.0], vom Wikimedia Commons

Ein besonders schöner aber leider genauso scheuer Fisch ist der Perlhuhnbärbling. Er stellt keine großen Anforderungen und gehört deshalb zu den idealen Fischen für Anfänger im Süßwasser. Ich persönlich finde seine Zeichnung äußerst interessant und möchte ihn deshalb erwähnen.

Dieser wunderschöne Fische kommt mit nahezu allen Gegebenheiten zurecht. Weiches und leicht saures Wasser beflügeln diese Tiere allerdings deutlich. Empfehlenswert ist eine Härte zwischen 5 un 15 °dGH und ein PH-Wert unterhalb von 7,5. Auf zu warme Temperaturen reagiert der Perlhuhnbärbling ebenfalls schlecht. Zwischen 20 und 25 °C ist man allerdings auf der sicheren Seite.

In vielen Foren wird der Perlhuhnbärbling als Nano-Fisch empfohlen. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass das verboten ist! Ich persönlich finde diese Tiere in einem 60 cm Becken mit mindestens 10 Artgenossen sehr gut aufgehoben.

Wie bereits erwähnt, kann der Perlhuhnbärbling ein sehr scheues Tier sein. Hier hilft eine gute und dichte Bepflanzung. Diese vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, der Bärbling traut sich dann wesentlich mehr.

Hengels Keilfleckbärbling

Meine Hengels Keilfleckbärblinge

Mein liebster Schwarmfisch ist der Hengels Keilfleckbärbling. Ich habe ihn ja auch in meinem eigenen Becken. Dieses Tier ist sowohl sehr einfach zu halten als auch wirklich schön. Die orange Grundfarbe mit dem schwarzen Keil wirkt äußerst interessant, gerade in eher aufgeräumten Layouts. Er bildet sehr gerne dichte Schwärme, weshalb ich eine Gruppengröße von mindestens 15 Tieren empfehle. Ich persönlich halte aktuell 25 und überlege, diese Zahl weiter zu erhöhen.

Leider ist er einer der wählerischen Fische für Anfänger. Er lebt vorwiegend in leicht saurem und weichem Wasser. Weniger als 10 °dGH und ein PH-Wert unterhalb von 7,0 sind ideal. Gerade letzteres ist für Einsteiger häufig ein Problem. Eine CO2-Anlage, Torffilterung oder andere Produkte helfen hier deutlich. Außerdem freut sich diese Art über Temperaturen zwischen 23 und 27 °C.

Da diese Tiere sehr klein bleiben (circa 2,5 cm) reichen bereits Becken mit einer Kantenlänge von 60 cm aus, um eine Guppe von 15 Tieren zu beherbergen. Ich finde diese Tiere super und kann Sie jedem nur empfehlen. Zu Beginn waren meine relativ scheu, das hat sich nach wenigen Wochen allerdings gelegt.

Blauer Fadenfisch

Die meisten Tiere in dieser Liste sind Schwarmfische oder zumindest recht klein. Deshalb möchte ich euch hier auch einen Blickfang vorstellen. Der Blaue Fadenfisch erfordert zwar relativ strikte Wasserwerte ist ansonsten allerdings einfach haltbar. Wichtig ist vor allem nicht zu hartes (GH unter 15 °dGH) und leicht saures (PH unter 7,0) Wasser. Ist das geboten, fühlt er sich vor allem in einer kleinen Gruppe aus einem Männchen und zwei Weibchen sehr wohl.

Da der Fadenfisch zu den Labyrinthern zählt, darf die Strömung nicht allzu stark sein. Dies hindert ihn am Atmen mithilfe des Labyritherorgans. Damit nimmt dieser Fisch atmosphärische Luft auf. Einige Stellen gänzlich ohne Strömung führen außerdem dazu, dass die Tiere Schaumnester bauen. Das ist sehr interessant anzusehen.

Wichtig ist, dass diese Tiere erst ab einer Kantenlänge von 100 cm gehalten werden sollten. Ich hatte früher ein Trio in einem 330-Liter-Becken, das fand ich perfekt. Sie stellen einen wunderschönen Blickfang dar. Außerdem sind sie wirklich nicht empfindlich und deshalb einer der Fische für Anfänger.

Diamant Regenbogenfisch

Diesen Fisch wollte ich immer Mal halten, es ergab sich allerdings nie. Auf vielen Fotos im Internet sehen diese Tiere sehr langweilig aus. Und auch in der Zoohandlung ist der Anblick meist eher traurig. Aber in einem schönen Becken, als Kontrast zu einer dichten Bepflanzung der hinteren bereiche, ist ihr silbernes Schuppenkleid mit den roten Flossenrändern wirklich atemberaubend.

Viele vergessen allerdings, dass er ein Schwarmfisch ist! Das ist sehr wichtig. Mindestens zehn, besser mehr dieser wunderschönen Tiere sollten in Aquarien mit wenigstens 100 cm Kantenlänge gehalten werden. Im Bezug auf die Wasserwerte ist dieses Tier sehr tolerant. Sie vertragen einen Härtebereich zwischen zwischen 8 und 15 °dGH, bevorzugen allerdings leicht alkalisches Wasser mit einem PH-Wert von 7,0 oder höher. Sind die Wasserwerte im grünen Bereich, ist die Haltung sehr einfach, weshalb dieses Tier einer der Fische für Anfänger ist.

Aufgrund der hohen Schwimmfreude würde ich mindestens 120 cm Kantenlänge empfehlen. Die Tiere sind wirklich sehr aktiv und verkümmern in kleineren Becken sehr schnell. Besonders schön finde ich hier ein Artenbecken. Ein klassisches 240-Liter-Aquarium kann so gut und gerne 30 Diamant Regenbogenfische beherbergen.

Abschließende Worte

In diesem Beitrag habe ich dir jetzt neun meiner liebsten Aquarienfische für Anfänger vorgestellt (Stand: Veröffentlichungsdatum, 29. Juli 2018). Diese Tiere sind alle relativ leicht haltbar, die richtigen Wasserwerte vorausgesetzt. Für mich persönlich sind hier einige wirkliche Hightlights dabei. Gerade Perlhuhnbärblinge, Diamant Regenbogenfische und Hengels Keilfleckbärblinge haben es mir besonders angetan. Ich hoffe, dass auch für dich etwas spannendes dabei war, das zu deinen Werten passt.

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