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Black Rock Aquascape nach acht Wochen

Black Rock Aquascape nach acht Wochen

Zwischen der Erstellung am 20. Juli und den Bildern in diesem Beitrag (geschossen am 13. September) sind ganz genau acht Wochen vergangen. Meiner Meinung nach ist das ein interessanter Zeitpunkt für ein Aquarium. Die Kieselalgenphase ist gerade beendet und langsam machen sich Grünalgen breit. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag sowohl auf den Fortschritt des Beckens eingehen, als auch einige Tipps für die Grünalgenphase geben.

So hat sich mein Becken entwickelt

Alles in allem waren die letzten acht Wochen für mein Aquascape wenig spektakulär. Algen waren kaum zu sehen und die ersten Fische machen sich sehr gut im Aquarium. Außerdem wachsen die Pflanzen erstaunlich gut. Aber auf all das möchte ich natürlich in den nächsten Abschnitten genauer eingehen.

Mein Reinigungstrupp

Gerade in den ersten Wochen ist ein guter Reinigungstrupp Gold wert. Ich habe zu diesem Zweck nach drei Wochen alle drei Tage sechs Red-Fire-Garnelen und sechs rote Posthornschnecken eingesetzt. In der sechsten Woche zogen noch meine Rennschnecken ein.

All diese Tiere machen einen sehr guten Dienst im Aquarium und halten dieses gut sauber. Das sie viel Futter finden, sehe ich an den Posthornschnecken. Diese vermehren sich wirklich sehr stark, was mit der Zeit interessant werden könnte. Allerdings reduziert sich deren Anzahl in der Regel wieder, wenn das Futter weniger wird.

Die Fische im Black Rock Aquascape

Dieses Mal entschied ich mich für zwei Arten, die ich bisher nie hielt. Zum einen wohnen seit Woche sechs 15 Zwergpanzerwelse im Becken. Die Tiere sind sehr geseellig, das zeigt sich vor allem, dass sich einzelne schnell verstecken. Zeigen Sie sich, dann mindestens in Gruppen zu fünft oder mehr.

Außerdem habe ich seit einem Tag vor diesen Fotos 18 Perlhuhnbärblinge. Diese Tiere möchte ich seit langer Zeit. Ihre prächtige Färbung entwickelt sich bei guter Fütterung mit der Zeit, weshalb sie auf den aktuellen Fotos etwas Blass aussehen. Die Tiere sind aktuell noch extrem scheu, selbst das Füttern stellt eine Herausforderung dar. Laut meinen Recherchen kann ich dem allerdings mit einer größeren Truppe entgegentreten. Ich werde das Aquarium gut beobachten und diese eventuell weiter aufstocken. Allerdings warte ich damit mindestens vier, eher sechs Wochen. Viele Berichte deuten nämlich auf eine etwas längere Eingewöhnungsphase der Tiere hin.

Das Pflanzenwachstum

In diesem Aquarium dünge ich zum ersten Mal mit Tropica Specialised*. Bisher kann ich keine Nachteile erkennen. Meine Pflanzen wachsen super und ich hab keinen Algenwuchs, der zu dieser Zeit nicht gänzlich normal ist. Dementsprechend bin ich bisher sehr zufrieden. Einen längerfristigen Eindruck zu diesem Dünger werde ich allerdings in einigen Monaten an separater Stelle geben.

Vor allem die Hintergrundpflanzen Rotala sp. green und Rotala Colorata wachsen sehr gut. Ich konnte die Pflanzenmenge bereits drastisch erhöhen. Wie ich das mache, beschreibe ich in einem separaten Beitrag etwas ausführlicher. Hier die Kurzfassung: Ich schneide die ersten sechs bis sieben Wochen jeden Stängel, der die Wasseroberfläche erreicht, einzeln zurück. Das abgeschnittene Pflanze ich direkt wieder in den Boden.

Die Mosse entwickeln sich ebenfalls sehr gut, auch wenn ich diese langsam trimmen sollte. Allerdings bin ich hierzu noch nicht gekommen und bisher sind sie noch nicht sonderlich überwuchert. Die Bucephalandras bieten ebenfalls ein sehr schönes Bild, entwickeln sich aber bekanntlich deutlich langsamer. Deshalb sind deren Fortschritte eher überschaubar. Gar nicht gut geht es dafür den Anubien. Ich bin nicht sicher woran es liegt, aber sie haben keine drei Wochen im Becken überlebt. Heute habe ich nurnoch vereinzelte Kümmerlinge.

Mein Bodendecker Marsilea Crenata ist ebenfalls gut gewachsen. Dieser erhält demnächst einen Rückschnitt. Dann bringe ich ihn auch wieder in Form. Aktuell überwuchert er schlicht den gesamten Bodengrund, was in der Art nicht geplant ist. Da ich allerdings noch mehr Pflanzenmasse von dieser benötige, lasse ich das erst mal wachsen.

Die Algenphasen in diesem Layout

In den ersten acht bis zwölf Wochen machen sich in fast jedem Aquarium Algen breit. Mal mehr, mal weniger. Grundsätzlich ist das kein Grund zur Panik. Wenn du weißt, worauf es hierbei ankommt, hast du diese schnell wieder besiegt. Darüber werde ich in Zukunft einen ausführlichen Beitrag schreiben. Das ist aber auch der Grund, weshalb ich in den ersten zwölf Wochen deutlich mehr Wasserwechsel als sonst mache.

Algen auf Lavasteinen

Kieselalgen hatte ich nur in sehr geringem Umfang. Aufgrund der Farben meines Hardscapes konnte ich davon leider keine Fotos machen, weshalb ich euch dies nicht zeigen kann. Inzwischen machen sich mehrere Grünalgen im Becken breit. Auf meinen Steinen breiten sich Fussel- und Punktalgen aus. Außerdem habe ich geringe Mengen von Fadenalgen. Allerdings halten sich alle in Grenzen, weshalb ich das als normal einstufe. In ungefähr acht Wochen werde ich das nächste Fazit im Bezug auf das Algenwachstum ziehen. Ich hoffe es fällt positiv aus.

Die Aquarienpflege in den ersten Wochen

Während der ersten zwölf Wochen halte ich mich an ein recht striktes Skript, wenn es um die Pflege geht. Dafür habe ich folgendes Skript entworfen, welches ich mit diesem Becken erproben möchte.

  • Tag 1: Aquarium aufsetzen, CO2 Auf 30 mg/l einstellen.
    Beleuchtung für 6 Stunden täglich anschalten.
  • Tag 3, 5, 7: Wasserwechsel alle zwei Tage.
  • Tag 13: Wasserwechsel inkl. NO2-Messung ab jetzt alle drei Tage.
    Von nun an täglich mit ungefähr halber Zieldosis Düngen.
  • Tag 16, 19: Wasserwechsel inkl. NO2-Messung.
  • Tag 22: Wasserwechsel inkl. NO2-Messung ab jetzt alle vier Tage.
    Falls der Nitritpeak bereits ablief, die ersten Tiere des Reinigungstrupps einsetzen. Falls nicht, dann bei jedem Wasserwechsel wiederholen
  • Tag 26: Wasserwechsel.
  • Tag 30: Wasserwechse.
    Beleuchtungsdauer auf 6 Stunden und 30 Minuten erhöhen.
  • Tag 34, 38: Wasserwechsel.
  • Tag 42: Wasserwechsel ab jetzt alle 5 Tage.
    Ab jetzt können in der Regel ohne Probleme Fische eingesetzt werden.
    Beleuchtungsdauer auf 7 Stunden erhöhen.
  • Tag 47, 52, 57, 62 und 67: Wasserwechsel
  • Tag 73: Wasserwechsel ab jetzt alle 6 Tage
    Beleuchung auf 7 Stunden und 30 Minuten erhöhen.
  • Tag 79 und 85: Wasserwechsel.

Die Grundregeln während dieses Zeitplans

  1. Wenn ich bereits weiß, dass ich einen Wasserwechsel am kommenden Tag nicht vornehmen kann, erledige ich ihn am Vortag und verschiebe jeden Wasserwechsel um einen Tag nach vorn.
  2. Die Beleuchtungsdauer und das Einsetzen von Tieren wird nicht mit Regel 1 nach vorn verschoben.
  3. Sobald ich Algen sehe, entferne ich diese bei jedem Wasserwechsel bestmöglich.
  4. Ich mache meine Wasserwechsel stets Abends, wenn das Licht bereits aus ist.

Woher diese Regel kommen, das möchte ich noch in einem separaten Beitrag genauer beschreiben. Eventuell update ich dafür auch einen bereits besetehenden. Grundsätzlich werde ich vermutlich das ganze Thema erneut aufbereiten.

Allerdings ist das nur meine persönliche Vorgehensweise für dieses Becken. Ich erprobe sie das erste Mal, weshalb ich erst in einigen Wochen über deren Erfolg berichten kann.

Abschließende Worte

Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag gefällt. Ich habe mir Mühe gegeben, alles Wichtige der ersten Wochen zusammen zu fassen. Die nächsten Bilder werde ich vermutlich zwischen Woche 16 und 18 machen. Dann kommt erneut ein Beitrag, der den Verlauf bis dort genauer darstellt. Bis dahin schreibe ich weiter an etwas allgemeineren Themen.

2 Gedanken zu “Black Rock Aquascape nach acht Wochen”

  1. Das ist ein toller Beitrag mit sehr vielen nützlichen Infos. Ich bin auf diese Seiten gestoßen weil ich mein Aqua-Hobby aus der Kinderzeit wieder aufleben lassen möchte. Das Aquascaping ist natürlich das hohe C, das traue ich mir einfach nicht zu. Aber die Infos kann man auch für ein normales Aquarium übertragen denke ich.

    • Hallo Margit,

      natürlich kannst du alles was ich hier schreibe auf dein eigenes Becken übertragen 🙂 Du kannst Aquascaping sogar mit sehr geringen Mitteln beginnen, darüber möchte ich in Zukunft noch einen Beitrag verfassen, allerdings spare ich aktuell noch auf das entsprechende Becken.

      Allerdings sind auch klassische Fisch-Aquarien etwas sehr schönes, wenn ich mich an mein 330-Liter-Asien-Becken zurück erinnere, kommt bei mir immernoch Begeisterung auf.

      Liebe Grüße
      Dominik

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