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Algen mit der One-Two-Punch Methode bekämpfen!

Algen mit der One-Two-Punch Methode bekämpfen!

In den letzten Wochen konnte ich mein Aquarium leider nicht so pflegen, wie ich das gerne getan hätte. Das führt zu einem ganz klassischen Problem: Algen. Natürlich ist das ärgerlich für mich, bietet mir aber auch eine Chance: Mit diesem Beitrag möchte ich dir die One-Two-Punch Methode zur Algenbekämpfung vorstellen.

Ich habe diese recht einfache Variante der Algenbeseitigung schon mehrfach angewandt und habe damit sehr gute Ergebnisse erzielt. Sie ist einfach anzuwenden und wirkt schnell. Allerdings ist sie auch nicht ganz ohne Risiken, weshalb wir über genau diese als Erstes sprechen werden.

Die One-Two-Punch Methode eignet sich nicht, wenn…

Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass jeder Leser die Risiken kennt und sich gut auf diese Einstellen kann. Was ich hier vorstelle klingt zunächst sehr kritisch. Sei dir bitte bewusst, dass ich hier keine kleinen Eventualitäten beschreibe. Die One-Two-Punch Methode ist ein sehr invasiver eingriff in die Dynamik eines Beckens.

  1. Einige Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf diese Behandlung. Ich habe beispielsweise schon Probleme mit Micranthemum Montecarlo und Korallenmoos gehabt. Ich kann also keine Garantie dafür übernehmen, dass nur Algen dabei schaden nehmen!
  2. Im Internet finden sich berichte darüber, dass Fische und Garnelen daran verenden. Ich habe damit allerdings noch keine Probleme gehabt. Selbst meine blauen Neons hatten keine Spur von Problemen und sie sind für ihre Empfindlichkeit bekannt.

Du siehst also, es kann sich durchaus lohnen, erst andere Optionen in Betracht zu ziehen. Es gibt allerdings Szenarien, in denen die One-Two-Punch Methode sehr praktisch ist.

So funktioniert die Technik

Ich habe diese Technik das erste Mal im Forenbeitrag von DarkCobra auf plantedtank.net gesehen. Der Nutzer beschreibt die One-Two-Punch Methode sehr gut, allerdings in englischer Sprache. Deshalb möchte ich hier eine deutsche Anlaufstelle bieten. Grundsätzlich setzt sich die Vorgehensweise aus zwei Schlägen zusammen. Das verrät bereits der Name. Allerdings gibt es auch einen Zwischenschritt.

  • Schlag 1: Hierbei verwenden wir Wasserstoffperoxid (H2O2), um die Algen drastisch zu schwächen. Dabei sorgen wir für ordentlich Strömung im Becken. Ich ziele immer darauf, dass ich ausreichend Pumpen habe, um stündlich das 20-fache Beckenvolumen umzuwälzen.
    Bei meinem 128-Liter Aquarium sind das also mindestens 2560 Liter pro Stunde an Pumpenleistung.Die Strömung muss außerdem gut über alle Bereiche verteilt sein und vor allem die befallenen Stellen erreichen.
    Bei der Dosierung streben wir 0,7 ml 3-prozentiges Wasserstoffperoxid pro Liter Füllvolumens des Aquariums an. Das macht bei meinem Scape ca. 90 Milliliter.
  • Zwischenschritt: Als nächstes führen wir einen mindestens 50-prozentigen Wasserwechsel durch. Das ist sehr wichtig, da die Algen nicht in Gänze absterben. Häufig bleiben schlicht einzelne Sporen im Wasser erhalten. Die Senkung der Konzentration ist deshalb sinnvoll. Außerdem reduziert dies den ansteigenden Nitrit- und Nitratwert.
    Ich persönlich mache hier sogar zwei 50-prozentige Wasserwechsel im Abstand von ca. 90 Minuten. Das bietet mir einfach zusätzliche Sicherheit für mein Becken und meine Tiere.
  • Schlag 2: Nach dem Wasserwechsel wird dem Aquarium noch Easy Life Easy Carbo bzw. Seachem Excel hinzugefügt. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten.
    Düngst du es täglich, verfährst du einfach weiter wie gewohnt, mit der Ausnahme, dass du nach dem Wasserwechsel eine zusätzliche Dosis hinzugibst. Andernfalls gibst du nach dem Wasserwechsel eine vierfache Dosis hinzu. In meinem Beispiel sind das 1 x 4 x 128 / 50 = 10,24 Milliliter. Ich gebe einfach 10 Milliliter hinzu.
  • Abschlussschritt (gehört nicht zum Original): Ich persönlich bin immer etwas skeptisch, was diese Methode angeht. Vorallem die hohe Menge an Easy Carbo am Schluss ist mir suspekt. Deshalb mache ich 24 Stunden nach der Behandlung einen weiteren 30-prozentigen Wasserwechsel.

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Schauen wir uns die Ergebnisse an

Ich habe dies für mein Aquarium verwendet und möchte euch hier den zeitlichen Verlauf der ersten Woche nach der Behandlung zeigen. In den ersten Tagen sehen wir hier relativ wenige Effekte. Die Algen sehen aus wie am ersten Tag, gesund und munter.

Nach ungefähr drei Tagen beobachten wir die ersten Effekte. Die Problemstellen färben sich langsam rot. Dadurch zeigt sich das Absterben der Algen am deutlichsten.

Am siebten Tag zeigt sich die entgültige Kombination aus Algenfressern wie Garnelen und Schnecken und der One-Two-Punch-Methode. Die Menge verringert sich hier langsam aber ganz deutlich.

Abschließende Worte zur One-Two-Punch Methode

Ich habe schon in vielen Aquarien Algen auf diese Weise bekämpft und dabei hauptsächlich gute Erfahrungen gemacht. Wie gesagt, haben bei mir einige Moose und kleine Pflanzen das Verfahrungen nicht ganz ohne Schäden überstanden, sonst war aber nichts. Trotzdem ist dies mit Vorsicht zu genießen, denn es kann durchaus auch anders ausgehen.

Wer sich den Risiken jedoch bewusst ist und ausreichend Pumpen zur Verfügung hat, dem kann ich es als gelegentliche Maßnahme empfehlen.

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